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Was bringt Obama wirklich?

Als die Wahlen letzten Herbst im vollen Gange waren, fragte mich meine Tochter, was ich von den beiden Kandidaten halten würde. Dass ich nicht für McCain war, ahnte sie schon, aber was ich wohl von Obama halten würde, interessierte sie. Meine erste spontane Antwort klang etwas resignierend, dass es wohl im Grunde keinen grossen Unterschied machen würde, denn die Fäden der Regierung in den USA zieht wohl kaum der Präsident, sondern die Mächtigen dahinter. Diese meine eigene Antwort gab mir später zu denken, denn Barack Obama wurde mir persönlich immer sympathischer und immer mehr wuchs auch in mir die Hoffnung, dass dieser Mensch die grosse notwendige Wende bringen könnte. Ich mochte ihn einfach, der mit seiner legeren jugendlichen und dynamischen Art die Leute für sich zu gewinnen wusste.
Und doch meldete sich in mir wieder der kritische Teil. Kann es denn möglich sein, dass in den USA ein Mann an die Macht kommt, der den wirklich Mächtigen nicht genehm sein könnte, der einen eigenen Willen und Kopf hatte? Ich fing mir an, Gedanken zu machen und möchte diese gerne mit Ihnen teilen.

Ich frage mich stets, ob es denn nicht auch anders sein könnte, als ich es gerne glauben würde. Und vor allem anders, als es die meisten Amerikaner und die ganze Welt wohl gerne hätten. Bush hat es definitiv verspielt und jetzt kommt jemand, der genau das Gegenteil von ihm ist. Intelligent (sorry, Mr. Bush), charismatisch, überzeugend etc. Er ist jemand, dem die Massen glauben, die von ihm begeistert sind. Hätte so jemand nicht ein sehr leichtes Spiel, dieselben Massen zu manipulieren? Wenn ich die Theorie in Betracht ziehe, dass in den USA eine führende Macht im Hintergrund wirkt, die, falls sie tatsächlich existiert, zweifelsohne aus sehr intelligenten Personen zusammengesetzt ist, dann gehe ich davon aus, dass sie lange vorausplanen. Wenn sie das tun, dann war Bush vielleicht auch nur ein Teil dieses Planes. Man wusste sicher, dass ein solcher Präsident die Massen vorbereiten würde für einen charismatischen, Hoffnung weckenden neuen Mann. Ausserdem konnte nur Bush glaubwürdig den Krieg im Irak anzetteln. Es brauchte bei der politischen Lage damals diesen texanischen Cowboy, der sich über jegliche Kritik der Weltgemeinschaft hinwegsetzen würde. Dem kaufte man das ab. Einem Clinton oder Obama hätte man das nicht abgenommen und vielleicht Verdacht geschöpft, dass nicht der Präsident die Fäden zieht, sondern vielleicht jemand anders. Und jetzt kommt der Messias, oh Pardon, der neue Hoffnungsträger (Ja, das klingt besser :-))
Ich hoffe sehr, dass hier nur meine angeborene kritische Ader pulsiert und es ganz anders kommt, als ich es hier etwas schwarz ausmale. Das hoffe ich wirklich. Aber sicher bin ich mir nicht.

 

Was hat Obama konkret gesagt?

Nicht viel. Er wiederholte stets die Worte „change“ (Wechsel), „hope“ (Hoffnung), „Yes, we can!“ (Wir können!), aber was dies konkret bedeuten könnte, hat er nicht wirklich genauer präzisiert. Aber diese Begriffe wirken! Sie wirken, vor allem in jetziger Weltlage (Finanzkrise, Kriege, Wirtschaftsprobleme).
Hat es da nicht jemand relativ leicht, die Massen an seine Seite zu ziehen, wenn er den Menschen Hoffnung macht darauf, dass alles besser wird? Dass es zwar Blut und Schweiss kosten wird, aber trotzdem besser wird? Ist in der Geschichte immer wieder geschehen – meist tragisch endend.
Wenn es einen Plan im Hintergrund geben sollte, dann wäre die Finanzkrise, die eigentlich gar nicht zu einer Wirtschaftskrise hätte führen müssen, ziemlich passend zum Wahlkampf gekommen. Die Menschen lechzen nach einem Erlöser, einem Retter in der Not. Und Obama verkörpert das perfekt. Attraktiv, dynamisch, intelligent. Yes, he can!
Sollte Obama von Hintermännern eingesetzt und geführt werden, so ist er ein extrem gefährlicher Mann. Bush hätte man nichts abgekauft, er hätte alles mit Gewalt erreichen müssen. Das geht auf Dauer nicht. Obama bringt die Menschen, alles freiwillig zu tun, was die Not wenden soll. Und wer es nicht freiwillig einsieht, dem wird nachgeholfen werden. Obama kündigt an, dass es schwierig sein wird und dass alle Amerikaner dem Land dienen müssen. Das geht so weit, dass Mittelschüler und Studenten 50 Std gemeinnützige Arbeit sollen leisten müssen. Ebenso werden andere Gesellschaftsschichten in dieses Dienen einbezogen. An sich keine schlechte Idee, aber sollte so etwas nicht freiwillig geschehen? Auf der Website von Obama (change.gov) tönt es in meinen Ohren anders. Auch wenn es etwas unterschwellig und nicht so offen daher kommt. Aber lesen Sie dort selber.
Eine andere Tatsache macht mir ebenso Sorgen. Der aussenpolitische Berater und langjährige Mentor von Obama ist der altbekannte Hardliner und Kriegstreiber Zbigniew Brzezinski. Über ihn und seine Weltbilder zu schreiben, spare ich mir hier. Falls es Sie interessiert, empfehle ich Ihnen, sich im Internet weiter schlau zu machen.
Mehr möchte ich zu meinen Befürchtungen hier nicht sagen.
Vielleicht bin ich nur ein wenig paranoid, dann bitte ich um Nachsehen. Vielleicht ist Obama ein sog. Maulwurf, der den Mächtigen im Hintergrund nur anfänglich zu folgen scheint, aber auf seinen Moment wartet, um die USA wirklich zu befreien und einen neuen lichtvollen Geist in die Welt zu tragen. Auch das könnte sein und ich halte es nicht für unmöglich. Ich hoffe es für uns alle. Wenn es so ist, dann möge er beschützt sein in der nächsten Zeit.

 
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