Globale Erderwärmung oder doch Abkühlung?
Der Titel klingt etwas unglaublich in Zeiten, in denen alle über eine globale Erderwärmung berichten. Nun, es ist nicht so, dass ich hier dementieren möchte, dass die Eismengen an den Polen schmelzen, aber dies könnte auch andere Ursachen haben, als eine globale Erwärmung. Man weiss, dass das Klima in den Polregionen auch sehr stark von den Meeresströmungen abhängt. Gäbe es zum Beispiel den warmen Golfstrom nicht, hätten wir auf den britischen Inseln ein ähnliches Klima wie auf Grönland. Das Baden an der Nordsee wäre wohl auch weniger angenehm. Auch wenn wohl nicht weniger erfrischend. Ist dieses Schmelzen nicht einfach nur ein Teil der erdumspannenden Klimaveränderung zu sehen? Unabhängig von einer vermeintlichen Erderwärmung?
Hier geht es mir jetzt aber nicht, grundsätzlich die globale Erderwärmung in Frage zu stellen. Dafür kenne ich die Zusammenhänge zu wenig. Ich beobachte nur und stelle Fragen. Das ist etwas, das ich mir wünschen würde, dass es mehr Menschen tun würden. Sie, lieber Leser dieses Artikels, tun es, sonst würden Sie wahrscheinlich diesen Artikel erst gar nicht lesen.
Kürzlich habe ich nämlich in einem wissenschaftlichen Artikel darüber gelesen, dass unsere Sonne eine ungewöhnliche Phase der Inaktivität durchmacht. Manche Wissenschaftler reden schon von einer "toten Sonne".
Es geht darum, dass unsere Sonne in bestimmten immer wiederkehrenden Zyklen Phasen von starker Aktivität und Phasen von Inaktivität durchgeht und diese Phasen erkennt man an der Häufung, Grösse und Aktivität der Sonnenflecken. Nun sollte die Sonne sich gerade in einer aktiven Phase befinden und das schon seit zwei Jahren. Es tut sich aber absolut nichts an der Sonnenoberfläche. Die Sonnenforscher sind einig verwirrt und können es sich nicht erklären. Der Japaner Saku Tsuneta vom japanischen National Astronomical Observatory geht sogar einen Schritt weiter und gibt zu, dass dieser Umstand den Forschern durchaus einige Sorgen bereitet. Ein Grund dafür ist, dass es bekannt ist, dass solch eine Inaktivität vor ca. 350 Jahren zu einer sogenannten "Kleinen Eiszeit" führte. Damals dauerte diese Inaktivität etwa fünfzig Jahre.
Der Geophysiker Phil Chapman von der NASA berichtet sogar, dass sich im Zeitraum vom Januar 2007 bis Januar 2008 die Erde global um 0.7 Grad Celsius abgekühlt(!) hat. Das ist ein ziemlich grosser Schritt für globale Verhältnisse. Und solche Mini-Eiszeiten brechen ziemlich rasch herein und können über nur wenige Jahre entstehen. Dafür gibt es in der Erd-Geschichte genügend Beweise.
Was ich hier mit diesem Artikel erreichen möchte, ist nicht, Angst zu schüren, sondern wie schon erwähnt, Sie dazu bewegen, noch kritischer zu sein und sich Ihre eigene Meinung versuchen zu bilden. Versuchen, denn es ist heute gar nicht so einfach, an verlässliche Informationen zu kommen. Meist stosst man auf Halbwahrheiten und kann höchstens durch aufkommende Widersprüche in ihnen ein Gefühl bekommen, was wirklich vor sich geht. Aber das trainiert das eigene Bewusstsein, die Intuition.
So stellt sich hier durchaus auch die Frage nach der Grundlage der Behauptung, dass der Mensch mit seinem CO2-Ausstoss für die gegenwärtige Klimaveränderung allein verantwortlich ist. Nicht, dass ich die fehlende Rücksicht des Menschen seiner lebensspendenden Umwelt gegenüber in Schutz nehmen möchte, im Gegenteil, aber allein das kann es nicht sein. Globale Klimaveränderungen gab es in der Geschichte der Erde immer wieder. Aber es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass einige an der gegenwärtigen Klima-Debatte sich eine (lange?) goldene Nase verdienen.
Versuchen Sie sich eine eigene Meinung darüber zu bilden. Forschen Sie, fragen Sie, lesen Sie kritisch.
(db)

