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Übung 'Holistische Wahrnehmung'


Diese Übung ist dazu gedacht, erst die beiden Gehirnhälften zu synchronisieren und in einem weiteren Schritt die Wahrnehmung zu erweitern. Dabei kommt man in einen Zustand der Intuition. In diesem Zustand braucht man nur das Bewusstsein auf Aufgaben, Fragen, Situationen zu richten und die Antwort erscheint im gleichen Augenblick als Lösung.

Hier die Anleitung. Sie sollte idealerweise das erste Mal ausgedruckt und von jemandem abgelesen werden, damit man vom Lesen nicht abgelenkt ist. Später mach man die Übung auswendig, weil sie sehr einfach zu merken ist.
 


Machen wir den ersten Schritt.
In deinem Gehirn gibt es eine Stelle zwischen den beiden Gehirnhälften, die die Chi­nesen das Tor zum Himmel nennen. Dieses Tor des Himmels kann bewusst durch Imagination geöffnet werden, das wir auch gleich tun werden. Es beginnt mit einer Atemübung, die ungewohnt erscheinen mag, aber ganz einfach ist. Hört sich nur ungewohnt an.
Atme mal nur in den linken Lungenflügel. Ausatmen und nur in den linken Lungen­flügel atmen. Nur nach links einatmen.
Wenn du es richtig machst, dreht sich dein Körper leicht. Ganz tief und ausschliess­lich nur in den linken Lungenflügel atmen. Der rechte steht im Moment nicht zur Verfügung.
Du stellst fest, es geht ganz einfach. Es ist überhaupt kein Problem, es kann jeder auf Anhieb.
Wenn das nun reibungslos geht, umschalten und nur in den rechten Lungenflügel atmen. Du siehst, das ist auch nicht schwieriger, du kannst das ganz einfach steuern.
Jetzt ganz bewusst in beide Lungenflügel atmen. Von der Mitte aus ganz bewusst in beide Lungenflügel gleichzeitig atmen.
Und jetzt mach etwas, bei dem dein Verstand auch wieder sagt, das geht nicht. Und zwar atme einmal über deinen Körper hinaus zur Seite.
Nach rechts und links, ein paar Zentimeter über den Körper hinaus. Natürlich kannst du nicht wirklich über den Körper hinaus atmen, aber in der Energie geht das ganz einfach. Du musst nur die Dimension deines Körpers in Gedanken überschreiten und du erweiterst dein Energiefeld.
Und jetzt atme bitte einmal nur nach vorne, auch über den Körper hinaus und erweitere dein Energiefeld nach vorne und weil das ja kein Problem ist, tust du das gleiche auch nach hinten, also in die Lehne des Stuhls hinein.
Und jetzt gleichzeitig nach vorne und hinten.
Du siehst, es geht. Schauen wir mal, ob du mehreres gleichzeitig kannst. Nach vorne, hinten, links und rechts gleichzeitig. Du atmest bewusst über die Grenzen deines Körpers hinaus. Ist auch keine Schwierigkeit.
Jetzt atme einmal senkrecht nach unten. Über die Wirbelsäule nach unten. Ausschliesslich in die Tiefe, in das Wurzelchakra über den Körper hinaus in den Stuhl hinein atmen. Nicht darüber nachdenken, einfach tun und beobachten, was passiert, wenn du senkrecht nach unten atmest. Du bekommst ein Gefühl des In-sich-ruhens, du findest dich in deiner Mitte, kommst zur Ruhe, ruhst in dir.
Und jetzt das Gegenteil. Du atmest senkrecht über deinen Kopf hinaus. Dorthin atmest du jetzt hin.
Jetzt gleichzeitig senkrecht nach oben und senkrecht nach unten. In beide Richtungen den Körper deutlich überschreiten.
3 solche Atemzüge und du erfährst Bewusstseinsklarheit. Die Farben erscheinen deutlicher, du hörst besser, die Sinne werden geschärft.
Und jetzt bitte einmal in alle Richtungen gleichzeitig. Also nach links, rechts, oben, unten, vorne, hinten. Wie eine Kugel in alle Richtungen den Körper beim Atmen überschreiten.
Nach 3 Atemzügen beginnt dein Bewusstsein sich zu verändern. Jetzt solltest du so weiter machen. Lass diesen Atem einfach geschehen. Einfach in alle Richtungen gleichzeitig.
Und während diese Art des Atmens, dieses holistische Atmen jetzt so geschieht, wenden wir uns dem Denken zu.
Wir machen das gleiche jetzt mit dem Denken.
Denke mal nur links. Du wirst keinen Unterschied merken, weil du eh normalerweise so denkst. Den Unterschied merkst du erst, wenn du nur rechts anfängst zu denken. Stelle dir nun nämlich vor, die linke Seite sei ausser Betrieb und du denkst nur rechts. Wieder ein bisschen ungewohnt, aber es geht. Und jetzt denke noch einmal an eine bestimmte Sache, egal welche, und denke daran einmal wieder nur links. Also so wie du das üblicherweise machst, einfach nur links. Wenn du den Gedanken ganz deutlich spürst, wie er sich links anfühlt, denke den gleichen Gedanken einmal nur rechts. Und auf einmal spürst du, wie der gleiche Gedanke sich plötzlich anders anfühlt. Wie dieser Gedanke mehr Raum nimmt. Sich ausdehnt. Und jetzt stell dir einmal vor, dass es eine Verbin­dung gibt zwischen den beiden Gehirnhälften. Diese ist auch physisch vorhanden, die gibt's tatsächlich, den Corpus Callosum. Du stellst dir das vor wie eine Tür, die von innen zu öffnen ist. Sie ist bereits offen, du brauchst sie nur zu öffnen und verbindest damit die beiden Gehirnhälften und lässt diese Verbindung offen.
Und denke jetzt wieder den gleichen Gedanken links und rechts gleichzeitig. Damit kommen wir zum holistischen Denken. Wenn du in Zukunft noch denken willst, dann bitte zumindest so. Mit beiden Gehirnhälften gleichzeitig.
Aber gehen wir noch einen Schritt weiter. Es ist der letzte Schritt. Denke jetzt einmal nach unten. Du denkst einmal mit dem Herzen. Vom Herzen aus. Nicht jetzt darüber nachdenken, wie das gehen soll, sondern einfach tun. Denke einfach mit dem Herzen. Es geht! Und dein Denken verändert sich im gleichen Augenblick, dein Denken bekommt eine besondere Qualität. Es wird weicher, liebevoller, herzlicher.
Und jetzt denke nun einmal von einem Punkt aus oben oberhalb deines Kopfes. Am besten den gleichen Gedanken nehmen. Aber nicht mehr im Gehirn, weiter oben, im Bewusstsein, im Geist. Und das ist natürlich kein Denken mehr in dem Sinne, aber unsere Sprache hat kein Wort dafür. Probiere es einfach aus und nenne es wie du willst. Man könnte es Wahrnehmung nennen. Oder holistisches Denken. Aber da oben gibt's eigentlich nichts mehr zu denken; du siehst und erkennst. Im gleichen Augenblick, das ist eins. Das normale Nachdenken braucht Zeit. Das Denken im Bewusstsein, das Wahrnehmen braucht null Zeit. Du hast komplette Lösungen im Bruchteil einer Sekunde bereit.
Und jetzt der allerletzte Schritt. Denke den gleichen Gedanken einmal links, rechts, im Herzen und im Bewusstsein gleichzeitig. Ungewohnt, aber es geht. Spüre einmal, wie sich das anfühlt, welche Qualität das hat, und jetzt denke so einmal was du willst, jetzt bist du im universellen Denken. Und es gibt keinen Grund, jemals wieder ins alte Denken zurück zu fallen. Bleibe in dieser Art des Denkens. Und in dieser Art des Denkens, während dein Atem immer noch holistisch geschieht, bleibst du im universellen Denken und schaust einmal auf dein Leben. Und ich möchte dich anregen, jetzt zum Architekten deines Lebens zu werden. Fange an, dein Leben von nun an bewusst zu gestalten. Bewusst heisst, aus diesem universellen Denken schaust du auf dein Leben und erkennst, was zu tun ist um wirklich bewusst zu leben. Schau einfach hin und indem du dir eine Frage bewusst machst, kennst du schon die Antwort. Allerdings kommt das nicht mit einer Stimme, es ist eine innere Gewissheit. Du bewegst eine Frage in dir und erkennst die Antwort. Du richtest dein Bewusstsein auf eine Aufgabe und du erkennst die Lösung. Und alles geschieht gleichzeitig. Jetzt. Du hast dich gerade verändert. Es verändert dein Potenzial enorm.
Vergiss jedoch nicht, diese Verände­rung ist nicht irreversibel, das heisst, du kannst da wieder heraus rutschen.
 
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Datum: 21.12.2012
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